

Einsatzbereich | Klimatechnik Druckindustrie
Klimasysteme für Druck- und Papierindustrie
Temperatur, Luftfeuchte und Luftqualität beeinflussen in Druckereien und der Papierindustrie sowohl Produktionsbedingungen als auch die Verarbeitung von Papier. Colt entwickelt industrielle Klimasysteme, die Lüftung, Kühlung, Heizung und Feuchteregelung auf Prozesse, Gebäude und interne Lasten abstimmen.
Kontrolliertes Raumklima für Druck und Papierverarbeitung
In der Druck- und Papierindustrie wirken sich klimatische Bedingungen unmittelbar auf Produktionsprozesse und Arbeitsbereiche aus. Papier reagiert auf Veränderungen der Luftfeuchte, während Maschinen und Produktionsprozesse zusätzliche Wärme in die Räume eintragen können. Gleichzeitig können bei der Verarbeitung Staub oder Dämpfe entstehen, die Anforderungen an die Lüftung stellen.
Besondere Bedeutung hat die Luftfeuchtigkeit. Ist sie in bestimmten Produktionsbereichen zu hoch, kann Kondensation auftreten. Neben Feuchtigkeit auf Bauteilen können dadurch auch Nebel- und Tropfenbildung entstehen. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann dagegen die Eigenschaften des Papiers beeinflussen und unter anderem Maßänderungen sowie elektrostatische Aufladung begünstigen.
Ein Klimakonzept für die Druckindustrie sollte deshalb nicht nur die Raumtemperatur betrachten. Temperatur, Feuchte, Luftqualität und Luftbewegung müssen gemeinsam mit den Anforderungen von Produktion, Verarbeitung und Lagerung bewertet werden.
Colt untersucht diese Randbedingungen projektbezogen und entwickelt daraus ein abgestimmtes Konzept für die erforderliche Klimatechnik.
Luftfeuchtigkeit
Luftfeuchte für Papier und Produktion kontrollieren
Papier reagiert auf die Feuchtigkeit der Umgebungsluft. Zu geringe Luftfeuchte kann Maßänderungen, Gewichtsveränderungen und elektrostatische Aufladung begünstigen. Zu hohe Feuchte kann dagegen Kondensation und damit verbundene Produktionsprobleme verursachen.
Eine kontrollierte Feuchteregelung unterstützt stabile Bedingungen für Papierherstellung, Druck, Weiterverarbeitung und Lagerung. Die erforderlichen Werte richten sich nach dem jeweiligen Produktionsprozess.

Klimatische Anforderungen in der Druckindustrie
Temperatur
Produktionsmaschinen und Prozesse erzeugen Wärme. Im Sommer können dadurch hohe Raumtemperaturen entstehen, während im Winter gleichzeitig ein Heizbedarf bestehen kann.
Luftfeuchtigkeit
Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Luftfeuchte kann die Papierverarbeitung und Produktionsbedingungen beeinflussen.
Luftqualität
Bei Schneid-, Druck- und Verarbeitungsprozessen können Staub sowie Dämpfe entstehen. Eine geeignete Lüftung unterstützt deren Abführung beziehungsweise Verdünnung.
Luftbewegung
Maschinelle Absaugung kann unerwünschte Luftströmungen und Zugerscheinungen verursachen. Zu- und Abluft müssen deshalb aufeinander abgestimmt werden.
Schall
Insbesondere in der Papierherstellung können hohe Geräuschpegel auftreten. Bei der Planung der Lüftungstechnik kann deshalb auch die Schallentwicklung berücksichtigt werden.
Lüften, Kühlen, Heizen und Befeuchten als Gesamtsystem
Die unterschiedlichen Anforderungen der Druck- und Papierindustrie lassen sich nicht immer mit einer einzelnen klimatechnischen Maßnahme lösen. Je nach Produktionsprozess kann eine Kombination aus Lüftung, Kühlung, Heizung und Feuchteregelung erforderlich sein.
Die Lüftung übernimmt dabei die erforderliche Luftzufuhr und unterstützt die Abführung beziehungsweise Verdünnung unerwünschter Luftinhaltsstoffe. Kühl- und Heizsysteme regeln die Temperatur entsprechend den saisonalen und prozessbedingten Anforderungen. Eine gezielte Befeuchtung kann eingesetzt werden, wenn zu trockene Raumluft die Papierverarbeitung beeinträchtigt.
Auch vorhandene Energiepotenziale sollten bei der Planung betrachtet werden. Entsteht innerhalb der Produktion nutzbare Abwärme, kann deren Wiederverwendung Bestandteil des Energiekonzeptes sein.
Entscheidend ist das Zusammenspiel der einzelnen Systeme. Luftmengen, Temperaturen, Feuchte und betriebliche Lasten werden deshalb nicht isoliert betrachtet, sondern auf die jeweiligen Produktions- und Gebäudebereiche abgestimmt.
Energieeffizienz
Produktionswärme energetisch berücksichtigen
Druck- und Papierproduktionsanlagen können erhebliche Wärmemengen freisetzen. Statt diese Energie ausschließlich abzuführen, kann im Rahmen der Planung geprüft werden, ob Produktionswärme für andere Bereiche oder Betriebszustände nutzbar gemacht werden kann.
Eine abgestimmte Kombination aus Lüftung, Kühlung, Heizung und Wärmerückgewinnung kann dazu beitragen, Energieflüsse innerhalb des Gebäudes effizienter zu nutzen.
Klimatechnik von der Papierherstellung bis zur Druckverarbeitung
Die Anforderungen an das Raumklima unterscheiden sich entlang der Produktionskette. Colt Klimasysteme können nach den vorliegenden Informationen in Papierherstellung, Papierverarbeitung und -lagerung, Druckereien, Druckverarbeitung sowie Bindereibereichen eingesetzt werden.
In der Papierherstellung können Feuchtigkeit, hohe interne Wärmelasten und Schall eine besondere Rolle spielen. In Druckereien kommen Anforderungen an Temperaturstabilität, Luftqualität und die Abführung entstehender Dämpfe hinzu. Bei Verarbeitung und Lagerung sind wiederum stabile Umgebungsbedingungen für das Material relevant.
Deshalb beginnt die Planung mit einer Untersuchung der tatsächlichen Bedingungen vor Ort. Dabei werden Gebäude, Produktionsprozesse und vorhandene technische Anlagen betrachtet. Auf dieser Grundlage lässt sich bestimmen, welche Maßnahmen für Lüftung, Kühlung, Heizung oder Feuchteregelung erforderlich sind.
Colt begleitet Projekte von der Analyse und technischen Planung über Herstellung und Installation bis zu Service und Wartung der eingesetzten Systeme.
Klimatechnik für Druckereien und Papierproduktion planen
Sie möchten Temperatur, Luftfeuchte oder Luftqualität in Ihrer Produktion gezielt kontrollieren? Colt analysiert die klimatischen Anforderungen und entwickelt darauf abgestimmte Systeme für Druck, Papierherstellung und Weiterverarbeitung.
FAQ
Welche Klimatechnik wird in der Druckindustrie eingesetzt?
Je nach Produktionsprozess können Lüftung, Kühlung, Heizung und Feuchteregelung miteinander kombiniert werden. Welche Systeme benötigt werden, hängt unter anderem von internen Wärmelasten, erforderlicher Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, entstehenden Luftinhaltsstoffen und Gebäudegeometrie ab. Deshalb sollte die Klimatechnik auf die jeweiligen Produktionsbereiche abgestimmt werden.
Wie lässt sich die Luftqualität in einer Druckerei verbessern?
Bei Druck- und Verarbeitungsprozessen können Staub und Dämpfe entstehen. Ein geeignetes Lüftungskonzept dient dazu, belastete Luft abzuführen beziehungsweise unerwünschte Luftinhaltsstoffe zu verdünnen und ausreichend Zuluft bereitzustellen. Zu- und Abluft müssen dabei aufeinander abgestimmt werden, damit keine unerwünschten Strömungsverhältnisse entstehen.
Kann Produktionswärme in Druckereien wiederverwendet werden?
Der Ausgangstext nennt die Wiederverwendung von Produktionswärme ausdrücklich als Bestandteil möglicher Colt-Klimakonzepte. Ob und in welchem Umfang Abwärme tatsächlich genutzt werden kann, hängt von den vorhandenen Wärmequellen, Temperaturniveaus und dem Wärmebedarf anderer Prozesse oder Gebäudebereiche ab. Dies muss im jeweiligen Projekt technisch untersucht werden.