Metallfassaden für Parkhäuser und Architektur

Metallfassaden verbinden architektonische Gestaltung mit technischen Funktionen. Besonders bei Parkhäusern lassen sich freie Lüftungsquerschnitte, Sichtschutz und die Reduzierung von Blendwirkungen durch eine abgestimmte Fassadenstruktur miteinander kombinieren.

Metallfassaden verbinden Gestaltung und freie Lüftungsquerschnitte

Metallfassaden werden häufig für Parkhäuser und Quartiersgaragen eingesetzt, weil sie große Fassadenflächen strukturieren und zugleich technisch offen ausgeführt werden können. Damit lässt sich die architektonische Wirkung eines Parkhauses gezielt gestalten, ohne notwendige Lüftungsquerschnitte grundsätzlich durch eine geschlossene Außenhaut zu reduzieren.

Welche Offenheit erreicht wird, hängt von der gewählten Konstruktion ab. Bei Lochblechen bestimmen Lochgröße, Lochform und Lochanteil den freien Bereich. Bei Streckmetall beeinflussen Maschengeometrie, Maschenrichtung und Einbaulage die Durchlässigkeit. Auch gerahmte oder ungerahmte Elemente und deren Abstand zueinander wirken sich auf die Gesamtfläche der offenen Querschnitte aus.

Neben der Luftdurchlässigkeit kann die Metallbekleidung weitere Aufgaben übernehmen. Dazu gehören Sichtschutz, die gestalterische Gliederung langer Parkhausfassaden und die Reduzierung direkter Blendwirkungen durch Fahrzeugscheinwerfer.

Gerade bei Quartiersgaragen in direkter Nachbarschaft zu Wohn- oder Bürogebäuden kann dieser Aspekt relevant sein. Die Fassadenstruktur kann direkte Sichtachsen zwischen Fahrzeugen und umliegenden Gebäuden unterbrechen, ohne die Parkebenen vollständig zu schließen.

Fassadenstruktur reduziert direkte Scheinwerferwirkung

In Parkhäusern entstehen durch ein- und ausfahrende Fahrzeuge wechselnde Lichtquellen. Besonders bei Quartiersgaragen können Scheinwerfer unmittelbar auf benachbarte Wohn- oder Bürogebäude treffen.

Metallfassaden können solche direkten Sichtachsen unterbrechen. Lochbild, Maschenrichtung, Elementtiefe und Fassadenraster beeinflussen, wie stark Licht nach außen sichtbar bleibt.

Die Auslegung muss dabei mit dem erforderlichen Lüftungsquerschnitt abgestimmt werden. Blendschutz und natürliche Durchlüftung sind deshalb gemeinsam zu planen.

Aluminium, Stahl, Kupfer oder Messing für die Fassade

Metallfassaden bieten eine große Material- und Ausführungsvielfalt. Welche Werkstoffe geeignet sind, richtet sich nach Architektur, Beanspruchung, Unterkonstruktion und gewünschter Oberflächenwirkung.

Aluminium eignet sich für leichte Fassadenelemente und ermöglicht unterschiedliche Beschichtungs- und Eloxaloberflächen.

Stahl kann für robuste Fassadenkonstruktionen und großformatige Elemente eingesetzt werden. Je nach Ausführung lässt sich die Oberfläche beispielsweise feuerverzinkt oder beschichtet ausführen.

Kupfer und Messing ermöglichen metallische Fassaden mit einer eigenständigen Materialwirkung. Bei unbehandelten Oberflächen kann sich das Erscheinungsbild über die Nutzungsdauer verändern.

Neben dem Material bestimmt die Bearbeitung den Charakter der Fassade. Möglich sind Lochbleche, Streckmetalle und geschlossene Glattbleche. Innerhalb dieser Gruppen lassen sich wiederum unterschiedliche Lochbilder, Maschenformen, Formate und Einbaurichtungen realisieren.

Auch die konstruktive Ausbildung beeinflusst die Außenwirkung. Gerahmte Elemente erzeugen ein klar ablesbares Raster, während ungerahmte Konstruktionen stärker als zusammenhängende Fläche erscheinen können.

Dadurch lässt sich die Metallfassade nicht nur auf technische Anforderungen, sondern auch auf Proportion, Farbkonzept und Maßstab des Gebäudes abstimmen.

Perforation steuert Offenheit und Fassadenbildnstruktur reduziert direkte Scheinwerferwirkung

Lochblech ermöglicht klar definierte Öffnungen innerhalb einer Metallfläche. Größe, Form, Raster und Lochanteil beeinflussen sowohl den freien Querschnitt als auch Transparenz und Sichtschutz.

Je nach Projekt können regelmäßige oder individuell entwickelte Lochbilder eingesetzt werden.

Die Wirkung verändert sich mit Betrachtungsabstand und Hintergrund. Dadurch kann eine Fassadenfläche aus der Entfernung geschlossen wirken, obwohl sie einen hohen Anteil offener Bereiche besitzt.

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Maschen erzeugen Transparenz und räumliche Tiefe

Streckmetall entsteht durch Einschneiden und Strecken eines Metallblechs. Dadurch bildet sich eine zusammenhängende Maschenstruktur ohne einzelne Verbindungen an den Kreuzungspunkten.

Maschengröße, Stegbreite und Einbaurichtung beeinflussen Offenheit und Einsehbarkeit. Je nach Betrachtungswinkel kann die Fassade deutlich transparenter oder geschlossener erscheinen.

Gerade bei Parkhäusern lässt sich damit eine offene Gebäudehülle mit einer homogenen äußeren Fassadenwirkung verbinden.

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Oberflächen bestimmen Farbe, Schutz und Materialwirkung

Die Oberfläche prägt die Wahrnehmung einer Metallfassade ebenso stark wie Form und Perforation. Je nach Werkstoff stehen unterschiedliche Ausführungen zur Verfügung.

Pulverbeschichtete Metallflächen ermöglichen eine breite Farbgestaltung und können auf das Architektur- oder Corporate-Design-Konzept des Gebäudes abgestimmt werden. Bei Aluminium kommen außerdem eloxierte beziehungsweise farbeloxierte Oberflächen infrage.

Stahl lässt sich unter anderem feuerverzinkt ausführen. Die Verzinkung übernimmt dabei eine Korrosionsschutzfunktion und erzeugt gleichzeitig eine charakteristische metallische Oberfläche.

Auch naturbelassene Metalle können Teil des Gestaltungskonzepts sein. Dabei muss berücksichtigt werden, dass sich ihre sichtbare Oberfläche unter Witterungseinfluss verändern kann.

Die Oberflächenwahl ist deshalb sowohl eine gestalterische als auch eine technische Entscheidung. Standort, Exposition, Material, Reinigungsanforderungen und gewünschte Alterung müssen gemeinsam betrachtet werden.

Bei großen Parkhausfassaden ist zusätzlich die Gleichmäßigkeit des Erscheinungsbildes relevant. Elementteilung, Beschichtungscharge, Materialrichtung und Befestigung können die Wahrnehmung über große Flächen beeinflussen.

Colt stimmt daher Material, Fassadengeometrie, Unterkonstruktion und Oberflächenkonzept projektbezogen aufeinander ab.

Material, Offenheit und Architektur gemeinsam planen

Colt entwickelt Metallfassaden für Parkhäuser, Quartiersgaragen und weitere Gebäude. Material, Lochung oder Maschenstruktur, freier Lüftungsquerschnitt, Blendschutz, Unterkonstruktion und Oberfläche werden auf die Anforderungen des Projekts abgestimmt.

FAQ

Welche Metallfassade eignet sich für ein Parkhaus?

Die geeignete Ausführung hängt von Lüftungsanforderungen, gewünschtem Sichtschutz und Architektur ab. Lochblech und Streckmetall ermöglichen offene Fassaden mit definierten freien Querschnitten. Glattbleche eignen sich für geschlossene Fassadenbereiche. Auch Material, Unterkonstruktion und Oberflächenbehandlung müssen auf das Gebäude und seine Umgebung abgestimmt werden.

Können Metallfassaden die natürliche Belüftung eines Parkhauses ermöglichen?

Ja, wenn die Fassadenkonstruktion einen ausreichend großen freien Lüftungsquerschnitt bereitstellt. Dieser hängt bei Lochblech vom Lochanteil, bei Streckmetall von der Maschengeometrie und bei Lamellen von Profilabstand und Winkel ab. Ob die Öffnungen für das Lüftungskonzept des Parkhauses ausreichen, muss projektbezogen nachgewiesen werden.

Was ist der Unterschied zwischen Lochblech und Streckmetall?

Lochblech besteht aus einem Metallblech mit definiert eingebrachten Öffnungen. Streckmetall wird eingeschnitten und anschließend gestreckt, wodurch eine zusammenhängende Maschenstruktur entsteht. Beide Systeme können luftdurchlässig ausgeführt werden, unterscheiden sich jedoch deutlich in Tiefenwirkung, Transparenz und Fassadencharakter.

Welche Oberflächen sind bei Metallfassaden möglich?

Je nach Material sind unter anderem Pulverbeschichtung, Eloxal, Farbeloxal, Feuerverzinkung oder naturbelassene Oberflächen möglich. Aluminium lässt sich beispielsweise eloxieren oder pulverbeschichten, während Stahl feuerverzinkt ausgeführt werden kann. Die Auswahl richtet sich nach Gestaltung, Korrosionsschutz und Standortbedingungen.

Wie kann eine Parkhausfassade Blendwirkungen reduzieren?

Metallfassaden können direkte Sichtlinien zwischen Fahrzeugscheinwerfern und umliegenden Gebäuden unterbrechen. Relevant sind insbesondere Öffnungsstruktur, Bauteiltiefe, Einbaurichtung und Fassadenraster. Diese Funktion kann vor allem bei Quartiersgaragen in dichter Bebauung eine wichtige Planungsanforderung sein.

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