Schallschutzlamellen für Fassaden und Einhausungen

Schallschutzlamellen verbinden akustische Abschirmung, Wetterschutz und Lüftungsfunktion innerhalb einer durchgängigen Fassadenstruktur. Sie eignen sich für Parkhäuser, technische Einhausungen und Gebäude mit offenen Lüftungsquerschnitten.

Schallschutz und Lüftungsfunktion in einer Fassadenebene

Technische Fassadenbereiche müssen häufig zwei gegensätzliche Anforderungen erfüllen: Sie sollen Luft durchströmen lassen und gleichzeitig die Übertragung von Geräuschen nach außen begrenzen. Schallschutzlamellen verbinden diese Aufgaben innerhalb eines offenen Lamellensystems.

Die Konstruktion erhält definierte geometrische Lüftungsquerschnitte zwischen den einzelnen Elementen. Dadurch kann Luft durch die Fassade strömen, ohne dass technische Öffnungen als separate Lüftungsgitter innerhalb einer geschlossenen Außenhaut ausgebildet werden müssen.

Gleichzeitig reduzieren die Lamellen die direkte Schallübertragung durch die Fassadenebene. Für das System wird abhängig von Ausführung und Projekt ein Bauschalldämmmaß von 7 bis 15 dB angegeben.

Die durchlaufende Lamellenstruktur bietet zusätzlich gestalterische Möglichkeiten. Technische Bereiche können hinter einer einheitlichen Fassadenebene angeordnet werden und treten von außen weniger stark in Erscheinung. Die Konstruktion eignet sich damit für Anwendungen, bei denen Lüftungsöffnungen nicht als rein technische Bauteile sichtbar bleiben sollen.

Für die konkrete Auslegung müssen erforderlicher Lüftungsquerschnitt, akustisches Schutzziel, Fassadengeometrie und Einbausituation gemeinsam betrachtet werden. Der Schallschutz kann deshalb nicht unabhängig von Lamellenabstand und notwendiger Durchströmung geplant werden.

Schallreduzierung trotz offener Lüftungsquerschnitte

Die Lamellenkonstruktion ermöglicht offene Querschnitte für die natürliche oder technisch erforderliche Luftströmung und reduziert gleichzeitig die Schallübertragung.

Je nach Ausführung erreicht das System ein Bauschalldämmmaß von 7 bis 15 dB.

Damit eignet es sich insbesondere für Fassadenbereiche, in denen technische Öffnungen nicht vollständig geschlossen werden können. Akustische Anforderungen und benötigte Lüftungsfläche müssen bereits in der Planung gemeinsam berücksichtigt werden.

Schallschutzlamellen für Parkhäuser und technische Bereiche

Parkhäuser sind ein typischer Einsatzbereich für offene Lamellenfassaden. Die Gebäudehülle soll einen ausreichenden Luftaustausch ermöglichen, gleichzeitig können Fahrzeugbewegungen und technische Anlagen Geräusche in die Umgebung übertragen.

Schallschutzlamellen schaffen hier eine Fassadenebene, die den erforderlichen geometrischen Lüftungsquerschnitt mit einer akustischen Abschirmung verbindet. Gleichzeitig können Parkdecks, Fahrzeuge und technische Installationen gegenüber angrenzenden Grundstücken optisch abgeschirmt werden.

Ein zweiter Einsatzbereich sind technische Einhausungen. Anlagenbereiche mit dauerhaftem Luftbedarf lassen sich mit den Lamellen verkleiden, ohne vollständig geschlossene Wandflächen herzustellen. Die technische Funktion bleibt dadurch mit einer einheitlichen Architektur der Gebäudehülle vereinbar.

Die Lamellen selbst bestehen aus Aluminium-Strangpressprofilen. Eine modulare Unterkonstruktion ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Fassadenabmessungen und Anschlussbedingungen.

Für die sichtbaren Oberflächen stehen mehrere Varianten zur Verfügung. Genannt werden Eloxal, Farbeloxal und Pulverbeschichtung. Dadurch können die Elemente sowohl hinsichtlich ihrer technischen Anforderungen als auch ihrer Farb- und Materialwirkung auf das Gebäude abgestimmt werden.

Welche Lamellenanordnung, Unterkonstruktion und Oberfläche geeignet ist, ergibt sich aus Fassadenplanung, akustischem Schutzziel und erforderlicher Lüftungsfunktion.

Konstruktion passt sich der Gebäudehülle an

Die Schallschutzlamellen basieren auf Aluminium-Strangpressprofilen und einer modular aufgebauten Unterkonstruktion.

Dadurch lässt sich die Fassadenebene an unterschiedliche Gebäudegeometrien, Anschlussbereiche und Elementgrößen anpassen.

Für die Oberflächen stehen Eloxal, Farbeloxal und Pulverbeschichtung zur Verfügung. So kann die technische Fassadenfunktion gestalterisch mit angrenzenden Metall-, Glas- oder Betonflächen abgestimmt werden.

Schallschutzlamellen mit Colt planen

Colt entwickelt Lamellenlösungen für Parkhäuser, Technikbereiche und industrielle Einhausungen. Lüftungsquerschnitt, akustische Anforderung, Unterkonstruktion und Oberfläche werden auf Gebäude und Nutzung abgestimmt.

FAQ

Was sind Schallschutzlamellen?

Schallschutzlamellen sind offene Fassadenelemente, die eine Luftdurchströmung ermöglichen und gleichzeitig die direkte Schallübertragung reduzieren. Sie werden beispielsweise an Parkhäusern oder technischen Einhausungen eingesetzt. Durch die regelmäßige Lamellenstruktur entsteht eine einheitliche Fassadenfläche, hinter der technische Bereiche und Lüftungsöffnungen angeordnet werden können.

Welches Schalldämmmaß erreichen die Schallschutzlamellen?

Für das beschriebene System wird ein Bauschalldämmmaß von 7 bis 15 dB angegeben. Der tatsächlich erreichbare Wert hängt von der jeweiligen Systemausführung und dem Projekt ab. Welcher Aufbau für ein konkretes Schallschutzziel erforderlich ist, muss deshalb gemeinsam mit den Lüftungs- und Fassadenanforderungen festgelegt werden.

Können Schallschutzlamellen gleichzeitig zur Lüftung genutzt werden?

Ja. Zwischen den Lamellen bleiben geometrische Lüftungsquerschnitte erhalten. Dadurch können technische Bereiche oder offene Gebäudezonen weiterhin mit Luft versorgt beziehungsweise durchströmt werden. Wie groß der erforderliche freie Querschnitt sein muss, hängt von der jeweiligen Anwendung ab und muss projektbezogen dimensioniert werden.

Warum eignen sich Schallschutzlamellen für Parkhäuser?

Parkhäuser benötigen häufig eine offene Fassadenstruktur zur natürlichen Belüftung. Gleichzeitig können Fahrzeugbewegungen und technische Einrichtungen Geräusche verursachen. Schallschutzlamellen kombinieren die notwendige Offenheit mit einer akustisch wirksamen Fassadenebene und können zusätzlich Sichtschutz und eine einheitliche Gebäudeansicht unterstützen.

Welche Oberflächen sind für Schallschutzlamellen möglich?

Für die Aluminium-Strangpressprofile werden Eloxal, Farbeloxal und Pulverbeschichtung genannt. Damit kann die Oberfläche auf das Farb- und Materialkonzept der Fassade abgestimmt werden. Die Auswahl richtet sich neben der Gestaltung auch nach den projektspezifischen Anforderungen an die Außenanwendung.

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