Schallschutzlamellen am Parkhaus Karl-Marx-Straße

Für das gemischt genutzte Park- und Geschäftshaus in Berlin-Neukölln installierte Colt rund 916 Quadratmeter Structural-Z-Lamellen. Die Fassade verbindet ein Schalldämmmaß von 11 dB mit natürlicher Be- und Entlüftung und einer klar gegliederten Metalloptik.

Schallschutz für Wohnen, Einzelhandel und Parken

Das ehemalige Hertie-Kaufhaus an der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln wurde zwischen 2008 und 2010 umfassend umgebaut. Die Planung übernahm das Architekturbüro Heiko Vahjen + Partner aus Braunschweig. Während das oberirdische Parkhaus vollständig neu entstand, wurde das Gebäude zugleich für Einzelhandel, Wohnen, Lagerflächen und ein Fitnessstudio umstrukturiert.

Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss wurden sechs Ladeneinheiten eingerichtet. Drei weitere Geschäfte befinden sich im Untergeschoss. In den oberen Etagen liegen Wohnungen und weitere Nutzflächen. Diese enge Verbindung von Parken, Gewerbe und Wohnen stellte besondere Anforderungen an den Schallschutz.

Motorengeräusche, Fahrbewegungen und betriebliche Geräusche aus dem Parkhaus sollten die angrenzenden Wohnbereiche möglichst wenig beeinträchtigen. Für die Fassade war deshalb ein Schalldämmmaß von 11 dB gefordert. Gleichzeitig musste der natürliche Luftaustausch der offenen Parkebenen erhalten bleiben.

Colt realisierte eine Fassadenverkleidung aus Structural-Z-Schallschutzlamellen. Rund 916 Quadratmeter Aluminiumlamellen begrenzen die direkte Schallausbreitung, lassen aber weiterhin Luft durch die Gebäudehülle strömen. Die großformatigen Profile prägen zugleich die äußere Gestaltung des neu aufgebauten Parkhauses.

Projekt: Umbau Park- und Geschäftshaus Karl-Marx-Straße

Ort: Berlin-Neukölln, Deutschland

Gebäudetyp: Gemischt genutztes Park-, Geschäfts- und Wohngebäude

Anforderungsprofil: Schalldämmung bei gleichzeitig natürlicher Be- und Entlüftung

Lösung: Modulare Schallschutzlamellenfassade aus gefüllten Aluminiumprofilen

Produkt: Structural Z

Structural Z erreicht 11 dB bei offener Fassadenstruktur

Structural Z besteht aus profilierten Aluminiumlamellen, die mit einem innenliegenden Mineralfaserdämmstoff gefüllt sind. Die Metallprofile verändern den direkten Ausbreitungsweg des Schalls. Der poröse Dämmstoff nimmt zusätzlich einen Teil der auftreffenden Schallenergie auf.

Für das Gebäude an der Karl-Marx-Straße wurde die Ausführung Typ Z170 eingesetzt. Nach den Projektangaben erreicht sie ein Schalldämmmaß von 11 dB. Zum Vergleich wird für einfache Lamellen ohne besondere Schallschutzfunktion ein Wert von etwa 2 dB genannt.

Trotz der akustischen Wirkung bleibt die Fassade luftdurchlässig. Zwischen den einzelnen Modulen bestehen definierte freie Querschnitte, über die Außenluft in die Parkebenen einströmen und belastete Luft austreten kann. Damit werden Schallschutz und natürliche Parkhauslüftung innerhalb derselben Fassadenebene verbunden.

Der modulare Aufbau erlaubt unterschiedliche Lamellenabstände. Bei der Planung können dadurch akustische Anforderungen, notwendiger Lüftungsquerschnitt, Sichtschutz und Fassadengestaltung aufeinander abgestimmt werden.

Die Lamellenprofile sind bis zu sieben Meter lang lieferbar. Große Profillängen und kleine Fugen ermöglichen eine weitgehend durchlaufende Fassadenansicht. Lamellenhalter verbinden die Elemente mit der Unterkonstruktion und ermöglichen auch größere Abstände zwischen den tragenden Bauteilen.

Mineralfaser unterstützt die Schallminderung

Die Structural-Z-Lamellen bestehen aus stranggepresstem Aluminium. Im Profilinneren befindet sich ein Mineralfaserdämmstoff, der Schallenergie absorbiert und nach den Projektangaben nicht brennbar ist.

Die äußere Profilform unterbricht die direkte Schalllinie zwischen Parkebene und Umgebung. Gleichzeitig bleiben zwischen den Lamellen Öffnungen für den natürlichen Luftaustausch bestehen.

Beim Berliner Projekt wurde die Ausführung Typ Z170 gewählt. Sie erreicht laut Projektbeschreibung ein Schalldämmmaß von 11 dB und erfüllt damit die Anforderungen der gemischten Nutzung aus Parken, Gewerbe und Wohnen.

Modulare Fassade für dauerhafte Nutzung im Stadtgebiet

Parkhausfassaden sind dauerhaft Wind, Niederschlag, Temperaturschwankungen und Fahrzeugemissionen ausgesetzt. Structural Z wurde deshalb mit Aluminiumprofilen sowie korrosions- und wetterbeständigen Verbindungsmitteln ausgeführt.

Bolzen, Schrauben und Unterlegscheiben bestehen laut Projektbeschreibung aus Edelstahl V4A beziehungsweise V2A. Seitliche Profilöffnungen können mit systemeigenen Endstücken geschlossen werden. Ergänzend lassen sich je nach Projekt Vogel- oder Insektenschutzgitter sowie Einfassrahmen integrieren.

Die robuste Konstruktion war für das Gebäude an der Karl-Marx-Straße ebenso relevant wie die akustische Funktion. Durch die gemischte Nutzung befindet sich das Parkhaus nicht isoliert in einem Gewerbegebiet, sondern innerhalb eines dicht bebauten Stadtquartiers. Die Fassadenlösung musste deshalb sowohl den Betrieb des Parkhauses als auch den Schutz der angrenzenden und darüberliegenden Nutzungen berücksichtigen.

Die metallenen Großlamellen geben dem neu aufgebauten Parkhaus eine klar gegliederte Außenansicht. Je nach Blickwinkel verändern sich Überlagerung und Tiefe der Profile. Die offene Konstruktion erhält zugleich Tageslicht und Luftaustausch innerhalb der Parkebenen.

Das Projekt zeigt damit eine typische Aufgabe innerstädtischer Parkhausplanung: Geräusche sollen gegenüber sensiblen Nutzungen begrenzt werden, ohne die für offene Parkhäuser notwendige natürliche Lüftung durch eine geschlossene Gebäudehülle zu ersetzen. Structural Z verbindet diese Anforderungen in einer modular anpassbaren Fassade.

Offene Querschnitte erhalten den Luftaustausch

Zwischen den Structural-Z-Lamellen bleiben freie Öffnungen bestehen. Sie ermöglichen die natürliche Be- und Entlüftung der Parkgeschosse über Wind- und Druckunterschiede.

Die Profilgeometrie verhindert dabei eine vollständig freie Sicht- und Schalllinie durch die Fassade. Fahrzeuggeräusche werden an den Lamellenflächen umgelenkt und durch die Mineralfaserfüllung zusätzlich beeinflusst.

Der Lamellenabstand kann innerhalb des modularen Systems an die erforderlichen Lüftungs- und Schallschutzwerte angepasst werden. Dadurch lassen sich beide Funktionen gemeinsam planen, anstatt separate Fassaden- und Akustikbauteile einzusetzen.

Luftdurchlässige Schallschutzfassaden mit Colt planen

Colt entwickelt Structural-Z-Lamellenfassaden für Parkhäuser, Technikzentralen und industrielle Gebäude. Profiltyp, Lamellenabstand, Dämmstofffüllung und Unterkonstruktion werden auf Schalldämmung, Lüftungsquerschnitt und Gebäudegeometrie abgestimmt.

FAQ

Welche Schallschutzfassade wurde an der Karl-Marx-Straße installiert?

Colt installierte rund 916 Quadratmeter Structural-Z-Schallschutzlamellen an dem neu aufgebauten Parkhaus. Verwendet wurde die Ausführung Typ Z170 aus stranggepressten Aluminiumprofilen mit innenliegendem Mineralfaserdämmstoff. Die Fassade verbindet das geforderte Schalldämmmaß mit offenen Querschnitten für die natürliche Be- und Entlüftung der Parkebenen.

Welches Schalldämmmaß erreicht Structural Z im Projekt?

Für die ausgeführte Variante Typ Z170 wird ein Schalldämmmaß von 11 dB angegeben. Dieser Wert entsprach den Anforderungen des gemischt genutzten Gebäudes. Die Projektbeschreibung stellt dem einen Wert von etwa 2 dB für Lamellen ohne besondere Schallschutzfunktion gegenüber. Eine prozentuale Umrechnung dieser Dezibelwerte ist wegen der logarithmischen Einheit nicht sinnvoll.

Wie bleibt das Parkhaus trotz Schallschutz natürlich belüftet?

Die Lamellen bilden keine geschlossene Wand. Zwischen den Profilen verbleiben definierte freie Querschnitte, durch die Außenluft ein- und belastete Luft ausströmen kann. Der Abstand der Lamellen lässt sich projektspezifisch anpassen. So können die Anforderungen an den Luftaustausch mit der gewünschten akustischen Wirkung und dem Sichtschutz abgestimmt werden.

Warum war der Schallschutz an diesem Gebäude besonders wichtig?

Das Gebäude verbindet Parkhaus, Einzelhandel, Fitnessstudio, Lagerflächen und Wohnungen. Fahrzeug- und Betriebsgeräusche konnten deshalb nicht nur die Umgebung, sondern auch Nutzungen innerhalb desselben Gebäudekomplexes beeinträchtigen. Die Schallschutzfassade sollte die Geräuschübertragung begrenzen, ohne die natürliche Lüftung des Parkhauses durch eine vollständig geschlossene Fassade zu ersetzen.

Aus welchen Materialien bestehen die Schallschutzlamellen?

Die Profile bestehen aus stranggepresstem Aluminium und enthalten einen innenliegenden Mineralfaserdämmstoff. Bolzen, Schrauben und Unterlegscheiben werden aus korrosions- und wetterbeständigem Edelstahl V4A beziehungsweise V2A gefertigt. Die Materialkombination berücksichtigt sowohl die akustische Funktion als auch den dauerhaften Einsatz an einer außenliegenden Parkhausfassade.

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